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Denkarium

Schlagwort: Philosophie (Seite 1 von 2)

Zukünftige „Sozial Utopien“ der ärmsten Regionen der Welt

Kürzlich wurde ich durch das Deutschlandradio Kultur auf die Physikerin und Philosophin Vandana Shiva aufmerksam gemacht, die mit ihrem Beitrag Teil einer Vortragsreihe „Nach uns die Sintflut! Demokratie – Klima – Krieg“ im Deutschen Theater war.

Der Radio-Autor läßt den Soziologen Stephan Lessenich seine differenzierte Kapitalismus-Analyse gegen die monokausale Kapitalismus-Kritik von V. Shiva aussagen und kommt dennoch zur der entscheidenen Erkenntnis: Zukünftige „Sozial Utopien“ (Gesellschaftsutopien)

Deutsches Theater – Loblied auf ein archaisches Agrarsystem

werden nicht aus der Bundesrepublik Deutschland kommen – das ist so eine Selbstüberschätzung – sondern die werden naheliegender Weise aus den ärms
ten Regionen dieser Welt kommen.

Finde das Leben in Dir

Marshall Rosenberg bei einem Workshop über gewaltfreie Kommunikation, Israel (1990)

Picture Credit: Wikipedia

Kürzlich hörte ich das Buch von Marshall Rosenberg „Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation: Ein Gespräch mit Gabriele Seils“. Die Dialogform des Buches als Gespräch zwischen Marshall Rosenberg und Gabriele Seils wurde im Hörbuch mit einer männlichen und einer weiblichen Stimme großartig umgesetzt.

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Zen und Jetzt und die Kunst

Zen and the Art

Zen and the Art

Kürzlich kauft ich mir endlich das Buch über die Reise eines in die Jahre gekommenen Mannes mit dem Motorrad. Er fuhr die Strecke aus „Zen und die Kunst eine Motorrad zu Warten“ ab und erzählt Geschichten und besucht Orte rund um den Pfad auf dem Weg zur Qualität. Auf seiner Website hat Mark Richardson Bilder der Tour bereit gestellt.

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Mich wunderts, dass ich fröhlich bin

Kürzlich hörte ich eine Radiosendung über Karl Jaspers Philosophie „Ohne Transzendenz keine Freiheit: Philosophischer Glaube bei Karl Jaspers“ in der das Schlußwort seiner letzten Vorlesung zitiert wurde (wiederum selbst ein mittelalterliches Zitat):

Ich komme, ich weiß nicht woher,Ich bin, ich weiß nicht wer,
Ich sterb‘ ich weiß nicht wann,
Ich geh, ich weiß nicht wohin,
Mich wundert, dass ich fröhlich bin.

 

„Intuitionen führen uns in die Irre“, davon ist Daniel Kahneman überzeugt

Kürzlich las ich im Philosophie-Magazin Nr.03 – April/Mai 2013 von Daniel Kahneman und seiner „Erwartungstheorie“. Im Interview auf Seite 65 beschreibt er seine zwei fiktiven Figuren.

„Das System 1 regiert unsere Intuition: Es arbeitet automatisch, assoziativ, sucht nach Verbindungen zwischen Ursache und Wirkung und stützt sich auf einzelne Details. System 1 hat nichts mit Statistik oder großen Zusammenhängen am Hut. Es sucht nach Kohärenz. … Die Leichtigkeit, mit der System 1 zu einer Antwort gelangt, verstärkt das Vertrauen in seine Urteilskraft.“

„System 2 hat die Fähigkeit, vernünftig zu argumentieren, den Einflüsterungen von System 1 zu widerstehen, die Dinge zu verlangsamen, etwas mit logischen Analysen zu belegen und unsere Illusionen der Gültigkeit einer Selbstkritik zu unterziehen. Aber es interveniert nur gezwungenermaßen und auf Druck hin. Wenn unser System 2 in Aktion tritt, dann erweitern sich unsere Pupillen, unser Herzrhythmus wird schneller, unser Gehirn verbraucht eine Ration Glukose. Es braucht Anstrengung und Konzentration, um zwei widersprüchliche Szenarien aufrechtzuerhalten. Darum begnügt sich System 2 die meiste Zeit damit, die Erklärungsmuster als gültig anzuerkennen, die von System 1 kommen: Es ist einfacher, in Gewissheit abzugleiten, als auf Zweifel zu beharren.“

Der Artikel verweist auf Daniel Kahneman einziges ins Deutsche übersetzte Buch über seine „Erwartungstheorie“, in dem vom Kampf zwischen leichtfüßiger Intuition und träger Vernunft erzählt wird: Schnelles Denken, langsames Denken. Siedler, 2012.

P.S.: Die Bibel der „Verhaltensökonomie“ ist das Buch „Nudge“ von Richard Thaler und Cass Sunstein erscheinen 2008. Der Titel kommt von „to nudge“, „die Leute anzuschubsen“.

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