Marshall Rosenberg bei einem Workshop über gewaltfreie Kommunikation, Israel (1990)

Picture Credit: Wikipedia

Kürzlich hörte ich das Buch von Marshall Rosenberg „Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation: Ein Gespräch mit Gabriele Seils“. Die Dialogform des Buches als Gespräch zwischen Marshall Rosenberg und Gabriele Seils wurde im Hörbuch mit einer männlichen und einer weiblichen Stimme großartig umgesetzt.

Meine Notizen und Stichwörter

Was ist lebendig in dir? Beobachte dich selbst.
Was würde dein Leben bereichern? Wodurch würde sich deine Lebensqualität verbessern?

Beobachte ohne zu bewerten, ohne zu urteilen.

Gefühle, wie fühlst du dich, Schmerz und Freude.

Bedürfnisse, welche sind unerfüllt, die Gefühle zeigen es dir.

Bitte, was du im Augenblick möchtest.

Bedürfnisse sind Offenbarungen des Lebens.

Die Liste von Bedürfnissen, die Marshall Rosenberg vom chilenische Wirtschaftstheoretiker Manfred Max-Neefs übernommen hat:

  • Bedürfnis nach körperlicher Nahrung
  • Bedürfnis nach Sicherheit
  • Bedürfnis nach Verständnis (oder Empathie)
  • Bedürfnis nach Kreativität
  • Bedürfnis nach Liebe (besser Intimität)
  • Bedürfnis nach Spiel
  • Bedürfnis nach Erholung
  • Bedürfnis nach Autonomie
  • Bedürfnis nach Sinn (oder Spiritualität)
  • Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit (weiter im Text gefunden, gehört eventuell zu Verständnis bzw. Empathie)

Respekt, meint das Verständnis für den der man ist, am Ende ist es der Bedarf an Einfühlung. Jedoch besitzt das Wort Respekt in der westlichen Kultur einen Unterton, den der Strategie. Es sagt weniger was man bedarf, sondern mehr was man von jemand anderem erwartet.

Trenne Bedürfnis und Bitte. Befreie die Bitte von Erwartung. Entsage der Strategie zur Erfüllung einer Erwartung.

Bedürfnisse sind Geschenke. Sie machen einen nicht bedürftig, nicht abhängig. Sie sind nicht peinlich.

Nicht schlagen. Weihnachtsmann. Entweder oder.

„Ja sagen aber nicht ja meinen“ ist das Schlimmste überhaupt. Das ist richtig gefährlich. Giraffen sind nicht nett.

Mache dich nicht von deinen Strategien abhängig. Nach Buddha.

Innerer Richter. Bringe ihm Giraffen Sprache durch Selbst-Einfühlung bei. Ersetze Amts Sprache durch Bedürfnis Sprache.

Innerer Entscheider. Bringe ihm Leichtigkeit durch Selbst-Einfühlung bei. Entscheide nicht für Geld, Liebe, Anerkennung, um Strafe zu vermeiden, aus Schuldgefühl, aus Pflichtgefühl. Entscheide nach Leichtigkeit.

Empathie ist uneingeschränkte Präsenz. Präsenz ist die Essenz der Gewaltfreien Kommunikation. Empathie halten ist wie sich auf dem Surfbrett halten.

Empathie ist der Haken mit dem man sich leicht mit der Zugkraft des laufenden Stahlseils, der Kraft des Lebendigen verbinden kann (Gleichnis mit einem alten Kinder-Skilift).

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort, Rumi. Ahimsa „Gewaltlosigkeit“ und Satyagraha „die unvergängliche Umfassung der Wahrheit“, Ghandhi.

Abwertende Sprache fördert sich selbst erfüllende Prophezeiungen.

Liebe ist kein Gefühl.

Liebe als Ausdruck einer geistlichen Haltung, als Bedürfnis nach Sinn.

Liebe als Bedürfnis nach Nähe und Intimität.

Sexualität ist eine Strategie.

Partnerschaft ist eine Strategie.

Ein Analphabet der Gefühle kann seine Bedürfnisse nicht erspüren, Emotionaler Vollidiot.

Feminitis

Maskulitis

Eine Liste von Referenzen, die im Gespräch genannt wurden.

  • Krischnamurti, Buch: „Ein Kurs im Wundern“.
  • O.J. Harvey, Sprache und Gewalt.
  • Walter Wink, Dominanz Strukturen. Ein Naturvolk, die Negrito.
  • Elisabeth Kübler-Ross, Wut.
  • Manfred Max-Neef, 9 Bedürfnis-Wörter, Körperliche Nahrung, Sicherheit, Verständnis (Empathie), Kreativität, Liebe (Intimität), Spiel, Erholung, Autonomie, Sinn (Spiritualität).
  • Paul Tillich. Mut zum Sündigen.
  • Hanna Arendt wurde nicht explizit erwähnt (Adolf Eichmann), „Amtssprache“.
  • Joseph Campbell. Tue nichts was nicht leicht ist, nur was dem Leben, was Gott dient. Buch: „Die Masken Gottes“
  • Martin Buber, Empathie. Buch: „Ich und Du“
  • Ghandhi, wenn nur entweder Gewalt oder Untätigkeit, dann Gewalt.
  • Strafgefängnis „San Quentin State Prison“, Kalifornien, Todes Kandidaten pflegen sterbende Kranke.